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mpunkt Headergrafik zeigt einen Beitrag aufgerufen durch verschiedene URLs, kanonische URLs

Canonical Tags und mehr

In den heutigen Ausführungen stellen wir Dir drei wichtige Funktionen und technische Spezifikationen vor, die jedem Websitebetreiber und Suchmaschinenoptimierer geläufig sein sollten. Dabei erklären wir jeden Begriff kurz und weisen auf mögliche Fehler hin, die beim Einrichten auftreten können.

Was sind Canonical Tags?

mpunkt Blogbeitragsgrafik einen doppelten Beitrag mit einem Verbotenzeichen, da es Google schlecht bewertet

Canonical Tags gehören zu einem wichtigen Bestandteil der Seitenoptimierung. Sie kommen zum Einsatz, um eine bessere Indexierung sicherzustellen und Abstrafungen durch Google zu vermeiden.
Die wichtigste Funktion von Canonical Tags ist die Vermeidung von Duplicate Content. Dieses Problem tritt zum Beispiel auf, wenn eine URL unter mehrere Adressen erreichbar ist. Es kommt sehr häufig vor und man trifft im Internet immer wieder auf eine Site, die unter www.beispiel.de und beispiel.de aufgerufen werden kann. Vielen Personen ist in diesem Fall gar nicht bewusst, dass es sich um ein Duplikate Content Problem handelt.

Duplikate Content tritt auch auf, wenn die alte HTTP-Version der Site noch vorliegt und HTTPS bereits eingerichtet worden ist.
Canonicals kommen aber auch zur Anwendung, wenn eine Session-ID verwendet wird oder Inhalte als Druckversion oder PDF-Variante vorliegen.

Canonical Tags werden im Head-Bereich des jeweiligen Quellcodes platziert. Sie dürfen nur dort eingesetzt werden, wo wirkliche Duplikate vorliegen und sie die gewünschte Funktion erfüllen.

Beim Setzen von Canonicals können sehr viele Fehler passieren. Sie werden zum Beispiel platziert, obwohl sie an dieser Stelle gar nicht nötig gewesen wären. Das ist der Fall, wenn es sich um paginierte Seiten handelt. Canonical Tags werden auch sehr gerne im Zusammenhang mit noindex oder nofollow verwendet. Dies ist aber nicht sehr sinnvoll, denn Google weist ausdrücklich darauf hin, dass dies nicht richtig bzw. notwendig ist. Außerdem solltest Du darauf achten, dass immer absolute URLs verwendet werden.

Ein gravierender Fehler liegt vor, wenn die ausgezeichnete URL nicht erreichbar ist und eine 404-Meldung ausgibt. Du musst also sehr gewissenhaft und sparsam beim Setzen von Canonicals vorgehen. Es entstehen sonst ganze Verkettungen, die den gegenteiligen Effekt erzielen.

Was sind eigentlich Redirects?

mpunkt Blogbeitragsgrafik zeigt die Weiterleitung von einer URL zu einer anderen URL

Ein weiterer wichtiger Bestandteil bei der Seitenoptimierung sind Weiterleitungen. Sie geben Dir die Möglichkeit, Inhalte besser zu strukturieren bzw. zusammenzulegen. Ohne die Verwendung von Redirects wäre es zum Beispiel nicht möglich, Deine User auf neue Inhalte oder Seiten weiterzuleiten. Außerdem würden alte Inhalte eine Fehlermeldung ausgeben, was nicht nur für die Suchmaschinenoptimierung, sondern auch für die Usability schädlich ist. Redirects sind sehr wichtig für die Suchmaschinenoptimierung, denn auf diese Weise entstehen keine unnötigen Fehlermeldungen. Der Bot wird auf die neuen Inhalte umgeleitet und kann diese indexieren.

Zu den wichtigsten Weiterleitungen gehören die 303-Redirects. Sie kommen vor allem beim Website-Relaunch zum Einsatz. Damit soll Duplicate Content vermieden werden und alle alten URLs werden auf die neu eingerichtete Site weitergeleitet. Im Normalfall merkt der User nicht, dass er von einer URL auf eine neue Site umgeleitet wird. Dies ist auch beabsichtigt, denn der User soll unbemerkt auf die neuen Inhalte geleitet werden. Bei den 302-Weiterleitungen handelt es sich um temporäre Redirects, die nur für eine kurze Zeit zum Einsatz kommen. Dies können zum Beispiel Aktionsseiten oder Saisonangebote sein.

Was ist hreflang?

Diese Funktion wird in vielen Fällen leider zu wenig angewendet. Gerade für mehrsprachige Websites stellt hreflang eine sehr gute Möglichkeit dar, die passende Sprachvariante anzubieten. Der User braucht die richtige Sprache nicht manuell auszuwählen, sondern Google versteht die geografische Ausrichtung der Site.

Es ist sinnvoll, das hreflang-Tag zu verwenden, wenn die Inhalte in den verschiedenen Sprachen identisch sind. Es wird in den Head-Bereich einer Seite eingefügt.
Außerdem solltest Du darauf achten, dass alle Inhalte in die jeweiligen Sprachen übersetzt worden sind. Zur Übersetzung bietet sich ein Native Speaker an, der sich darauf spezialisiert hat.

Bei einer internationalen Ausrichtung ist diese Vorgehensweise unerlässlich, damit Du Deine Inhalte auch glaubwürdig vermitteln kannst. Eine schlecht übersetzte Site wirkt unseriös und führt dazu, dass User nicht mehr zurückkommen und die Transaktion abbrechen.
Verschiedene Tools im Internet helfen Dir dabei, das passende hreflang zu erzeugen. Dazu gehört zum Beispiel der Generator von sistrix https://app.sistrix.com/de/hreflang-generator.

Abschließende Zusammenfassung

Die drei vorgestellten Funktionen helfen Dir dabei, Deine Inhalte besser zu strukturieren und für die Suchmaschinen lesbarer zu machen. Sie gehören zu einer Vielzahl von Funktionen, die für eine bessere Usability sorgen.
Vor allem Weiterleitungen sind wichtig, um eine Neugestaltung der Site richtig umzusetzen. Bei der Verwendung von Redirects ist darauf zu achten, dass sie sinnvoll und an passender Stelle platziert werden. Gerade 302-Weiterleitungen kommen nur temporär zum Einsatz.

Redirects können natürlich auf kriminelle Weise verwendet werden. Viele unseriöse Angebote machen von dieser Vorgehensweise Gebrauch. Ahnungslose User werden auf Seiten weitergeleitet, die auf persönliche Daten abzielen. Die Weiterleitungen sind so gut gemacht, dass niemand auf Anhieb merkt, dass es sich nicht um die echte Site handelt. Somit kann der Nutzen von Weiterleitungen sich schnell ins Gegenteil umdrehen und großen Schaden bei den Betroffenen anrichten.

Google versucht dagegen vorzugehen und diese Sites aus dem Internetverkehr zu ziehen. Doch gelingt dies nicht immer und deshalb solltest Du selbst vorsichtig sein.

Was unsere Internetagentur sonst noch alles leistet erfährst Du hier.

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