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Storytelling – online Geschichten erzählen

Wir haben schon immer gerne Geschichten erzählt. Ob am Lagerfeuer oder in geselliger Runde, Geschichten gehören zu unserem Alltag einfach dazu.

Die Art und Weise Geschichten zu erzählen hat sich bis heute nicht verändert. Sie hat sich nur in eine andere Dimension verlagert. Wir erzählen Geschichten vermehrt in den Sozialen Netzwerken oder in Form von Videobeiträgen. Das Ziel ist aber das Gleiche geblieben. Wir wollen mit unserer Story eine Vielzahl von Personen erreichen und emotional ansprechen. Unsere Geschichte soll bewegen und zugleich eine Botschaft vermitteln.

Nichts anderes macht und ist das Storytelling, das sich aktuell zu dem Trend des Jahres entwickelt.

Beim Storytelling geht es um das gezielte vermitteln von Wissen, Produkten und Ideen. Diese Informationen werden in Form einer Geschichte so verpackt, dass sie unsere Emotionen ansprechen und dadurch lange in unserem Gedächtnis verbleiben. Mithilfe des Storytellings sollen komplexe Sachverhalte gut verständlich erklärt werden, um so eine breite Anzahl an potentiellen Kunden zu erreichen.

Der grundlegende Aufbau einer Geschichte

Der Aufbau einer Story setzt sich aus einem Protagonisten oder mehreren Protogonisten zusammen, die vor einem Problem stehen, das gelöst werden soll. Dabei wird der Vorgang der Problemlösung ausführlich beschrieben und dargestellt. Am Ende der Geschichte ist das Problem in den meisten Fällen dann gelöst.

Emotionen Icon

Eine Geschichte kann aber auch einfach aus dem Alltag heraus erzählt werden und gibt die Lebenssituation einer Person oder eines Unternehmens wieder. Eine gut erzählte Geschichte begeistert und fesselt das Publikum und löst einen emotionalen Prozess aus, der am Ende natürlich dafür sorgen soll, dass ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung gekauft wird.

Vorrang wird Storytelling im Marketing oder der Werbung eingesetzt. Aber auch im Journalismus und in der Pressearbeit wird zunehmend darauf zurückgegriffen. Gerade größere Unternehmen mit einem ausreichenden Werbebudget haben das Storytelling für sich entdeckt. Es stellt eine neue Methode dar, um die Kunden an sich zu binden und neue Kunden auf sich aufmerksam zu machen.

Welches Material eignet sich für das Storytelling 

Um eine Geschichte zu erzählen, braucht es eigentlich keinen größeren Aufwand. Man kann schon mit kleinen Mittel und geringem Budget eine Story verfassen. Vielen Unternehmen ist meist gar nicht bewusst, dass sie bereits schon ihre eigene Geschichte haben, die sie der Onlinegemeinde zugänglich machen können. Die eigene Firmengeschichte ist nämlich auch schon eine Geschichte für sich allein. Wird diese Geschichte im Sinne des Marketings gut aufbereitet und erzählt, so ist sie durchaus für das Storytelling geeignet. Die Aufbereitung kann in Form eines Videos geschehen, in welchem der Inhaber zum Beispiel die Geschichte des Unternehmens anschaulich darstellt. Diese Erzählweise kann durch Interviews und Erfahrungsberichte von langjährigen Mitarbeitern angereichert werden. So ist eigentlich mit relativ wenig Aufwand schon eine Geschichte erzählt, die dann über die sozialen Netzwerke gestreut werden kann.

Filmproduktion Icon

Verfügt ein Unternehmen allerdings über ein größeres Werbebudget, so können natürlich aufwendige Videoproduktionen entworfen werden, die dann über die Kanäle verbreitet werden.

Viele Unternehmen greifen aber auch nicht nur auf Videos zurück, sondern erzählen in ihren hauseigenen Blogs Geschichten aus dem Unternehmensalltag. Dies sind nicht nur eigene Firmengeschichten, sondern auch Geschichten aus dem Alltag eines Mitarbeiters, besondere Momente in Form von Auszeichnungen oder Spendenkampagnen für einen guten Zweck.

Im Rahmen des Storytellings gibt es eigentlich keine Grenzen, was die Inhalte der Geschichte betrifft und die Kreativität kann sich frei entfalten. So greifen aktuell Modehersteller auf das Storytelling zurück und verbinden ihre Modeprodukte mit der Geschichte und dem Alltag ihrer Mitarbeiter. Auf den Blogseiten werden die Mitarbeiter mit ihren jeweiligen Tätigkeiten und privaten Hobbies vorgestellt und tragen dabei ihre Lieblingskleidung. Am Ende der Geschichte kann man dann den jeweiligen Look des Mitarbeiters gleich online bestellen, wenn man sich emotional angesprochen fühlt und sich mit dem Look und der Figur des Mitarbeiters identifiziert.

Somit ist das Storytelling eine einfache Form, um den eigenen Blog mit guten Inhalten zu füllen und gleichzeitig den Nutzer zum Kauf zu animieren.

Vorteile und Nachteile des Storytellings 

Der Vorteil des Storytellings liegt darin, dass es eine neue Art und Weise ist, um seinen Dienstleistung oder sein Produkt an die Kunden zu bringen. In der alltäglichen Flut an Informationen ist es eine gute Möglichkeit, um Aufmerksamkeit zu generieren. Wir Menschen fühlen uns von emotionalen Momenten angesprochen und wollen mit den Personen mitfühlen und uns mit ihnen identifizieren. Je besser das im Storytelling gelingt, desto besser ist auch das Ergebnis und die Verbreitung des eigenen Produktes.

Wie aber bei jeder Kampagne, die über das Internet gestreut wird, besteht auch hier die Gefahr einer negativen Reputation. Eine Geschichte, die einem selbst als durchaus gut durchdacht oder strukturiert vorkommt, kann beim Zielpublikum ganz anders ankommen bzw. missverstanden werden. Dies ist schon den besten Geschichtenerzählern passiert, deshalb sollte man sich vor Veröffentlichung stets im Klaren darüber sein, dass die Geschichte auch negativ aufgefasst werden kann. Um diese Gefahr einzuschränken, ist es ratsam, einer ausgewählten Gruppe die Story vorab zu präsentieren. Hier kann festgestellt werden, wie die Geschichte ankommt und ob die beabsichtigte Botschaft vermittelt wird. Damit steht einem erfolgreichen Storytelling eigentlich nichts mehr im Wege.