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Facebook Titelbild

Facebook - die größte Online-Community der Welt

Jeder von uns kennt Facebook. Überall wird über das soziale Netzwerk gesprochen und keiner kann sich dem eigentlich entziehen. Doch was ist das Netzwerk genau, wie ist es entstanden und welche Chancen und Risiken birgt es für Unternehmen?

Die Geschichte von Facebook beginnt im Jahre 2004

Zusammen mit den Studenten Eduardo Saverin, Dustin Moskovitz und Chris Hughes baute Mark Zuckerberg eine Plattform, die es Harvard Studenten ermöglichen sollte, sich digital untereinander auszutauschen. Dieses zu Anfang reine Intranet unter dem Namen „Thefacebook“ bildete die Grundlage für das soziale Netzwerk, das wir heute kennen. Die damaligen Funktionen waren sehr einfach und nur auf diesen bestimmten Nutzerkreis beschränkt. Jeder Student konnte seinen Namen, sein Studienfach und die Semesterzahl angeben. Eine weitere Möglichkeit bestand darin, Daten untereinander zu transferieren. Trotz dieser einfachen Funktionen war der Erfolg so enorm, dass die Gründer die Plattform für weitere Studenten, High-School-Schüler und auch für Mitarbeiter von Unternehmen in den USA freigaben. Dies führte zu einem weiteren Anstieg der Nutzerzahlen und brachte das Netzwerk erst so richtig in Schwung, sodass auch der internationale Sprung recht schnell erfolgte und die Online-Community für alle weltweit freigeschaltet wurde. Dies läutete endgültig die Geburtsstunde von Facebook ein. Nun konnten sich Freunde, Familienmitglieder und Bekannte mit nur wenigen Klicks weltweit untereinander austauschen.

Doch Mark Zuckerberg wäre nicht Mark Zuckerberg, wenn er nicht schnell erkannt hätte, dass Facebook weitere Funktionen benötigte, um den Erfolg weiter voranzutreiben. Es folgte die Einführung detaillierter Benutzerprofile, in denen der User alle für ihn wichtigen Daten und Bilder anlegen konnte, um sich einem breiten Publikum präsentieren zu können. Hinzu kamen die Chatfunktion, das eigene Verfassen und Teilen von Beiträgen auf dem persönlichen Profil und natürlich das Markenzeichen von Facebook „ Der Like-Button“. Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Freigabe der Applikationsentwicklung auch für externe Anbieter. Zuvor wurden alle Anwendungen von Facebook selbst produziert. Nun aber konnten externe Firmen Programme schreiben und auf Facebook einstellen. Diese Öffnung führte zu einer völligen neuen Art und Weise der Kontaktaufnahme zwischen Marken, Agenturen und Unternehmen mit ihren Fans. Es war nun gestattet selbst konzipierte Kampagnen zu verbreiten.

Bis zum heutigen Tag hat Facebook viel für Firmen getan. So gibt es für diese zahlreiche Möglichkeiten, sich auf der Community-Plattform zu vermarkten.  

Möglichkeiten und Risiken für Unternehmen

Mit der Anmeldung auf Facebook und der Einrichtung des eigenen Unternehmensprofils ergeben sich völlig neue Marketing- und Werbemöglichkeiten. Früher bedurfte es aufwendiger und teurer Printmaßnahmen und TV-Spots. Diese fallen zwar nicht ganz weg, aber sind nicht mehr das Hauptaugenmerk, auf das sich viele konzentrieren.

Die Art der Verteilung von Informationen ist durch Facebook viel einfacher geworden. Eine eigene Profilseite macht das Unternehmen sichtbar und bildet einen Ort, über den die Community sprechen kann. Auf dem Firmenprofil bzw. in der Timeline kann auf sehr gute und einfache Weise die Firmengeschichte dargestellt werden. Hilfreich sind meist Bilder und Videos, welche diese anreichern und ergänzen. Auch die Kundenbindung ist mit Facebook leichter und einfacher geworden. Stammkunden können durch gezielte Aktionen, wie zum Beispiel einen Newsletter auf die eigene Präsenz hingewiesen werden. So werden die treuen Kunden nicht außer Acht gelassen, sondern gleich auf das neue Netzwerk aufmerksam, was wiederum eine stärkere Bindung an das Unternehmen ermöglicht. Gleichzeitig fungieren diese Stammkunden als Multiplikatoren. Durch das „Teilen“ und „Liken“ von Beiträgen des Unternehmens weisen sie andere Nutzer auf dessen Produkte und Dienstleistungen hin. So kann sich eine Firma neue Kundenbereiche erschließen, ohne aufwendige und teure Werbemaßnahmen durchführen zu müssen. Die Werbung geschieht sozusagen durch die gern gesehene „Mund-Mund-Propaganda“. Ein weiterer Vorteil von Facebook ist, dass Unternehmen einen viel direkteren Zugriff auf die Meinungen, Ansichten und Wünsche ihrer Kunden haben. Sie können sofort auf Anregungen und Kritik an ihren Produkten und Dienstleistungen reagieren und diese gegebenenfalls anpassen. Die eigene Bekanntheit und Verbreitung der eigenen Produkte kann durch virale Maßnahmen und Kampagnen verstärkt werden. Viele Applikationen in Facebook bieten Techniken und Möglichkeiten an, die Reichweite des Unternehmens zu steigern. Ein sehr gutes Instrument ist der Kampagnenmanager von Facebook, mit dem sich gezielt Werbekampagnen für bestimmte Zielgruppen erstellen und auswerten lassen. Aber auch Apps, die das Social-Shopping unterstützen und den Einkauf schon über die eigene Facebook-Seite ermöglichen, sind ein sinnvolles Hilfsmittel.

Doch der eigene Facebook-Aufritt ist auch mit Vorsicht zu genießen. Ein Unternehmen sollte sich im Klaren darüber sein, dass es dort der breiten Öffentlichkeit ausgeliefert ist. So ist der sogenannte „Shitstorm“ vielen Firmen heute kein Fremdbegriff mehr. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass auf dem sozialen Netzwerk zahlreiche rechtliche Punkte zu beachten sind. Facebook selbst hält sich hier zunehmend bedeckt und überlässt es den Nutzern selbst, sich um die rechtlichen Aspekte zu kümmern. So besteht auch auf dem sozialen Netzwerk eine Impressumspflicht. Wird diese nicht beachtet, so drohen auch hier teure Konsequenzen.

Trotz dieser rechtlichen und sozialen Risiken, ist es für alle Unternehmen heutzutage ein Muss, sich auf Facebook zu präsentieren, um sich neue Kanäle und Benutzergruppen zu erschließen.