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Twitter - Die schnelle Art der Mund-zu-Mund Propaganda

Mit Twitter Nachrichten kurz und bündig verfassen

Neben Facebook gehört Twitter zu den wohl bekanntesten Plattformen der Welt.  Mithilfe des Microblogging-Dienstes können Kurznachrichten von höchstens 140 Zeichen verfasst werden. Seit dem Start im Jahre 2006 hat die Plattform ihre Nutzerzahlen auf 319 Millionen erhöht.

Ursprünglich war der Dienst nur dazu gedacht, kurz und knapp allen mitzuteilen, was man gerade so macht. Jedoch stellte sich schon sehr bald heraus, dass die Nutzer mehr wollten, als sich über ihren aktuellen Status auszutauschen. Vielmehr sollte die Plattform dazu dienen, sich gedanklich untereinander zu vernetzen und über aktuelle Ereignisse zu diskutieren. So erweiterte Twitter sein Portfolio und schuf eine völlig neue Möglichkeit, Menschen miteinander zu verbinden. Durch die Kombination aus sozialem Netzwerk und der Schnittstelle für verschiedene Plugins und Add-ons  konnten Menschen zur gleichen Zeit zusammenkommen. Nun war es möglich, sich schnell und einfach von allen Geräten aus über ein bestimmtes Thema oder eine Veranstaltung zu unterhalten. Diese Veränderung führte dazu, dass Twitter auch für die Geschäftswelt interessant wurde. So begannen einige Unternehmen sofort damit, eigene Profile anzulegen und sich mit der neuen Community zu verknüpfen.

 

Warum ist Twitter gerade für Unternehmen interessant? 

Twitter bietet für Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, sich einer neuen Community zu präsentieren. Twitter lebt von den sozialen Kontakten. Auf keinem anderen Medium kann sich in kurzer Zeit eine Nachricht so schnell verbreiten. Man kann sich die Vorgehensweise wie eine schnelle Art der Mund-zu-Mund Propaganda vorstellen, bei der eine wichtige Nachricht in Windeseile an weitere Mitglieder weitergegeben wird. So durchlebt gerade hochwertiger oder wichtiger Content eine rasante Verbreitung, ohne dass man selbst eigentlich viel dafür tun muss.

Dies wird immer wieder ersichtlich, wenn auf der Welt wichtige politische Ereignisse oder Katastrophen passieren. Die Informationen laufen als Erstes bei Twitter zusammen. Manchmal noch bevor sie in den Nachrichten erscheinen, haben Twitter-User schon erste Informationen zur aktuellen Lage retweeted. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die Polizei oder die Feuerwehr in Deutschland Twitter dazu verwendet, um die Bevölkerung schnell über bestimmte Ereignisse zu informieren. Jeder greift fast automatisch auf Twitter über sein Smartphone, sein Tablet oder seinen PC zu, um sich Klarheit über die aktuelle Lage zu verschaffen.

Von dieser Möglichkeit können auch Unternehmen profitieren, indem Sie sich aktiv in die Twitter-Community einklinken und von der schnellen und rasanten Interaktionsmöglichkeit Gebrauch machen. Für Unternehmen ist nicht nur die Verbreitung von hochwertigen Inhalten wichtig, sondern auch ein guter Kundendienst beziehungsweise eine gute Kundenpflege. Es hat sich gezeigt, dass Firmen, die eine aktive Rolle in der Kundenbetreuung auf Twitter übernehmen, sehr erfolgreich damit sein können. Gerade in Richtung eines umfangreichen Kundendienstes hat sich ergeben, dass viele Nutzer von der Möglichkeit Gebrauch machen, die Servicemitarbeiter direkt auf der Plattform anzusprechen. So können Firmen schnell und einfach auf die Fragen ihrer Kunden antworten und sind immer up to date darüber, was gerade über sie geredet wird.

 

Twitter-Maßnahmen richtig nutzen und umsetzen 

Die Plattform lässt sich sowohl für Privatprofile als auch Unternehmensprofile recht schnell und einfach einrichten. Wie bei einem sozialen Netzwerk üblich kann ein Profilbild, Hintergrundbild oder eine Kurzbiografie erstellt werden. Was vielen Unternehmen leider noch nicht ausreichend bekannt ist, dass auch auf Twitter ein Impressum hinterlegt werden muss. Das Medium selbst bietet dazu leider kein eigenes Tool oder Bedienfeld an, um dieses einzurichten. Als Alternative besteht aber die Möglichkeit, im Kurzprofil auf das eigene Impressum der Firmenwebsite zu verlinken. 

Nach Einrichtung des Profils geht es eigentlich schon los, indem man anderen fleißig folgt. Dies ist eine erste Variante, um neue Kontakte zu anderen Mitgliedern aufzubauen. Beiträge anderer Profile können retweeted oder kommentiert werden. Es können natürlich auch selbst erste Tweets erstellt und verbreitetet werden.

Der Aufbau einer Community braucht allerdings eine gewisse Zeit, gerade bei neu erstellten und noch unbekannten Profilen. Neben der Verknüpfung mit anderen Mitgliederprofilen besteht natürlich die Möglichkeit, Werbung per Twitter zu schalten.

Gerade zum Aufbau einer ersten kleinen Gemeinschaft bieten sich Werbekampagnen an und können je nach Budget und Zeitraum größer oder kleiner ausfallen. Wichtig bei jeder Kampagne aber ist, dass der Content die User auch anspricht.

Für Unternehmen, die schon eine Facebook-Community oder YouTube-Community aufgebaut haben, bietet es sich eher an, durch diese Medien auf das neue TwitterProfil hinzuweisen. Es ergibt sich eigentlich von selbst, dass viele Facebook-Nutzer und YouTube-Fans dann auch der neuen Twitter-Seite folgen, gerade wenn besondere Aktionen dort winken oder eine bessere und schnellere Kundenkommunikation auf diesem sozialen Medium gewährleistet wird.

In jedem Fall gilt, das Twitter-Profil muss genauso gepflegt werden wie die anderen Kanäle. Preist das Unternehmen seinen guten Kundendienst auf Twitter an und kümmert sich kein Mitarbeiter darum, kann der Nutzen schnell in das Gegenteil umschlagen. Wie in allen anderen Medien auch erwartet die Community eine schnelle Reaktion des Unternehmens auf ihre Fragen, Probleme und Wünsche. Geschieht das nicht rechtzeitig, so kann auch auf Twitter der berüchtigte Shitstorm eintreten.  

Wird allerdings eine konstante Aktualisierung und Profilpflege betrieben, so steht einer erfolgreichen Twitter-Karriere eigentlich nichts mehr im Wege.